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Schornsteinfegerinnung Karlsruhe
QUALITÄTSHANDWERK MIT TRADITIONSBEWUSSTSEIN
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Tag des Schornsteinfegers in Ulm am 20.10.2011

Pünktlich zum 20. Oktober organisierte der Landesinnungsverband eine Präsenz in der Innenstadt von Ulm.
Neben der bundesweit verbreiteten Ausbildungsoffensive wurde in Ulm das richtige Heizen mit Holz präsentiert. Hierzu konnte der Leiter für Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im LIV die derzeit in Ulm anwesenden Meisterschüler, Auszubildende des 1. Lehrjahres und 6 Bezirksschornsteinfegermeister – vereinzelt mit ihren Mitarbeitern - gewinnen. An dieser Stelle vielen Dank an die verantwortlichen Lehrkräfte, welche den Schülern für diese Aktion freigestellt haben und alle anderen Beteiligten die den LIV hier öffentlichkeitswirksam unterstützt haben.
Mit zahlreichen Ulmer Bürgern konnten Informationsgespräche geführt werden. Auch ganze Schulklassen suchten uns gezielt auf, nachdem die entsprechenden Klassenlehrer aus der örtlichen Presse durch die Pressemitteilungen des LIV Kenntnis vom Tag des Schornsteinfegers erhielten. Als stellvertretender Präsident des Landesinnungsverbandes besuchte Obermeister Walter Baum ebenfalls den Informationsstand.
Einen besonderen Anzugspunkt stellte der von BSM Steffen Zeh aufgestellte Kaminofen und Edelstahlschornstein dar. Leider konnte dieser unter Berücksichtigung des § 19 der 1. BImSchV (Ableitbedingungen) nicht angeheizt werden. Die Temperaturen in Ulm hätten dies durchaus erforderlich gemacht.
Zurück kann auf eine gelungene Aktion geblickt werden!
 

Tag des Schornsteinfegers in Karlsruhe

(mjo). Am „Tag des Schornsteinfegers“ am 20. Oktober 2011 haben die Schornsteinfeger aus Karlsruhe das Kohlekraftwerk der EnBW im Karlsruher Rheinhafen besucht und sich über die Technik informiert.  Hintergrund ist die deutliche Wende in der Verwendung von Energie auf allen Ebenen. „Schornsteinfeger leisten einen großen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz sowie zur Energieeinsparung“.


Seit Jahren schon habe das Schornsteinfegerhandwerk seine Betriebe zu Sicherheits-, Umwelt- und Energie-Experten ausgebildet. „Das zahlt sich jetzt aus“, so Braun.

Den „Tag des Schornsteinfegers“ nützte das Handwerk gleichzeitig, um unter dem Motto „Jeder Einsteiger ist ein Aufsteiger“ auf die Attraktivität des Berufes hinzuweisen und Kontakte zu Schulen zu knüpfen. Laut Obermeister Braun sind die Aus- und Weiterbildungsmöglichkeiten für Berufseinsteiger derzeit größer denn je.

Bezirksschornsteinfeger sind im Bereich der Betriebs- und Brandsicherheit, des Umwelt- und Gesundheitsschutzes sowie der Energieeinsparung und des Klimaschutzes tätig. Sie überprüfen beim Kunden, ob die Feuerungsanlage betriebs- und brandsicher ist. Um statistisch darzustellen, mit welcher Qualität Feuerungsanlagen betrieben werden und wo deren Schwachstellen liegen, haben 923 Bezirksschornsteinfeger in Baden-Württemberg im vergangenen Jahr rund 21 Millionen Daten rund die Feuerungsanlagen erfasst. Die Technisches Abteilung des Landesinnungsverbandes hat sie zusammengestellt und analysiert.

Demnach wurden im Jahr 2010 an bestehenden Feuerungsanlagen rund 140 000 Abweichungen festgestellt. An neuen Feuerungsanlagen gab es immerhin 21 500 Mängel und an wesentlich geänderten Feuerungsanlagen wurden etwas mehr als 22 00 Mängel festgestellt. Außderm wurden bei 25 700 Gasfeuerstätten eine gefährliche Kohlenmonoxidkonzentration registriert. Ziel ist es laut Obermeister Braun, durch die flächendeckende Überprüfung durch Schornsteinfeger den Schadstoffausstoß und insbesondere die CO2-Emissionen zu reduzieren.

Tätigkeiten, die derzeit noch dem Schornsteinfegerhandwerk vorbehalten sind, werden ab 1. Januar 2013 in den freien Wettbewerb wandern. Nach Brauns Einschätzung wird  dann der hohe Sicherheitsstandard beim Brand- und Umweltschutz sowie bei der Energieeinsparung nicht mehr so effektiv und kostengünstig gewährleistet werden. Die Bundesregierung habe bei der Realisierung der geplanten Energiewende im Schornsteinfegerhandwerk einen durch und durch verlässlichen Partner.

 
 
 

Grußwort des Präsidenten zum 49. LIV-Tag

Im geregelten Turnus von 4 Jahren ist die Schornsteinfegerinnung Tübingen Organisator für den diesjährigen, den 49. Verbandstag des Landesinnungsverbands des Schornsteinfegerhandwerks Baden-Württemberg. Ausgewählt hat sie dazu die Stadt Weingarten im landschaftlich reizvollen Oberschwaben.

Seit der Verabschiedung des neuen Schornsteinfegerhandwerksgesetzes haben wir uns damit vertraut gemacht, dass der überwiegende Teil unserer Tätigkeiten ab 2013 im Wettbewerb steht. Eine gewaltige Herausforderung, auf die wir uns vorbereiten müssen und wollen. Alle Bezirksschornsteinfegermeister mit ihren Betrieben nehmen diese Herausforderung an. Jeder wird entsprechend der handwerksrechtlichen Vorgaben versuchen, mit seinen fachlichen Fähigkeiten und der Struktur seines bisherigen Betriebes den eigenen  Weg in den „freien Markt“ zu gehen. Kundenbindung, Serviceorientierung, Qualifizierung und professionelle Betriebsführung treten dabei immer mehr in den Vordergrund.
Das Nebentätigkeitsverbot des § 14 Schornsteinfegergesetz wurde im November 2008 weitgehend aufgehoben. Das bedeutet, dass der Bezirksschornsteinfegermeister alle Tätigkeiten anbieten darf, zu denen er handwerksrechtlich berechtigt ist. Dazu wird unseren Betrieben Vorbereitung in Form von Weiter- und Fortbildungskursen angeboten. Neue Betätigungsfelder wie z. B. auf dem Gebiet der Energieeinsparung, rund um das Heizen, des vorbeugenden Brandschutzes oder der Reinigung von Lüftungs- und Dunstabzugsanlagen bieten sich an. Grundsätzlich gilt es hier aber auch, die gesetzlichen Rahmenbedingungen des Schornsteinfegerrechts und des Wettbewerbsrechts zu beachten. Unser Handwerk wird von allen Mitwettbewerbern beobachtet. Teilweise wird auch versucht, uns mit unberechtigten Vorwürfen den Übergang in den Wettbewerb zu erschweren.
Klar ist, der Gesetzgeber wollte mit der Gesetzesnovelle den Wettbewerb im Schornsteinfegerhandwerk, also werden wir diesen annehmen und uns am Markt orientieren.
Dazu bedarf es allerdings der fachlichen Qualifizierung. Nur die entsprechende Qualifikation berechtigt uns, diese neuen Betätigungsfelder zu besetzen. Wichtig ist, unsere Kunden über das erweiterte Aufgabenfeld zu informieren.
Wir Schornsteinfeger genießen bei unseren Kunden ein hohes Vertrauen, das wir uns als qualifizierte Fachkraft über Jahre hinweg erarbeitet haben. Diesen Vorteil müssen wir uns auch in Zukunft durch neutrale und kompetente Beratung und Service erhalten. Im Wettbewerb zu handeln, muss gelernt werden. Der Reformprozess der letzten Jahre - bis hin zum endgültigen Übergang in den vollen Wettbewerb - verlangt den Schornsteinfegerbetrieben viel ab. Insbesondere der gestiegene Verwaltungsaufwand und die Bürokratie macht uns allen zu schaffen. Hinzu kommen die in Kraft getretene Bundes- Kehr- und Überprüfungsordnung und die novellierte Fassung der Verordnung über kleinere und mittlere Feuerungsanlagen. All dies verlangt neben der strukturellen Anpassung Bereitwilligkeit und volles Engagement unserer Kollegen. Den Anforderungen muss sich zwar jeder Einzelne stellen, aber ohne gemeinschaftliche Anstrengung, Vorbereitung und Zusammenhalt werden wir unseren Berufsstand nicht stärken sondern eher schwächen. Der Landesinnungsverband steht hier den Mitgliedsbetrieben unterstützend zur Seite.
Trotz aller Veränderungen steht das Schornsteinfegerhandwerk auf einer soliden Basis, wenngleich es unterschiedliche Startbedingungen in den Betrieben für den Eintritt in den Wettbewerb geben wird. Die Festschreibung der Kehrbezirke in der Übergangszeit führt dazu, dass Kehrbezirke die schon heute unter Sanierungsverlusten leiden, in ihrem wirtschaftlichen Auskommen stärker gefährdet sind als andere. Der Landesinnungsverband wird sich weiterhin dafür einsetzen, dass die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen für eine Betriebsgröße mit der Beschäftigung eines Gesellen gegeben sind.
 
Unseren diesjährigen Verbandstag haben wir unter das Motto “Das Schornsteinfegerhandwerk als Praxispartner bei der Energiewende“ gestellt. Damit wollen wir die Kompetenz des Schornsteinfegerhandwerks im Bereich der Energieverwendung und der Energieeinsparung hervorheben und unsere Gedanken und Diskussionen in die unterschiedlichsten Richtungen lenken.
Zum einen geht es darum aufzuzeigen, dass sich jeder Betrieb auch in diesem Aufgabenspektrum seine eigenen Ziele stecken muss, ohne dabei das Ganze aus den Augen zu verlieren. Das Besinnen auf die vorhandene Kernkompetenz ist dabei ebenso wichtig, wie ein individueller, auf den Betrieb abgestimmter, Business-Plan. Eine einheitliche Entwicklung, so wie wir dies aus der Vergangenheit kennen, wird es in der Zukunft nicht mehr geben. Jeder Betrieb muss sich die Frage stellen: „Wo geht mein Weg hin“? Dazu gehört es auch, sich individuell fit für die Zukunft zu machen.
Zum anderen geht es aber auch um die Frage: „Wie erreiche ich mein mir gestecktes Ziel“?
Hier war und ist der Verband ein starker Ansprechpartner und Unterstützer und will dies auch bleiben. Die Ausweitung der STS der Innung Stuttgart in eine landesweit agierende Schornsteinfeger Technologie Service Baden-Württemberg GmbH mit Sitz in Ulm kann hier jeden Kollegen unterstützen. Alle Kollegen können durch ihre Innungsmitgliedschaft den Nutzen aus der Gesellschaft ziehen. Der kostengünstige Verkauf von Waren und Hilfsmitteln, das Ausarbeiten von individuellen Schulungskonzepten oder Unterstützung in den neuen Betätigungsfeldern sind nur einige der angestrebten Ziele. Die Gesellschaft ist aber nur so stark wie deren Mitglieder. Deshalb liegt es an uns allen, hier mitzuarbeiten und die Vorteile zu nutzen.
Strukturelle Veränderungen in den einzelnen Ebenen sind unumgänglich. So wie sich die einzelnen Betriebe auf die neue Situation einstellen müssen, gilt dies auch für die Innungen und den Landesinnungsverband. Somit stehen wir alle vor Entscheidungen in unterschiedlichsten Bereichen.
Der 49. Landesinnungsverbandstag bietet für die zu diskutierenden Themen die ideale Plattform. Die Delegierten werden sich mit den anstehenden Problemen befassen und an deren Lösungen arbeiten. Sie werden dabei versuchen, das Fundament unseres Handwerks zu sichern und auszubauen. Ich bin davon überzeugt, dass uns das gelingen wird.
Allen Delegierten, Berufskollegen, Gästen und Freunden des Schornsteinfegerhandwerks aus Baden-Württemberg, den anderen Bundesländern und dem angrenzenden Ausland wünschen wir einen angenehmen Aufenthalt mit anregenden und informativen Gesprächen in Weingarten.
Bedanken möchte ich mich schon im Vorfeld bei allen Firmen, welche durch ihre Teilnahme an der Fachausstellung die Verbundenheit mit dem Schornsteinfegerhandwerk bekunden und durch deren Teilnahme eine Ausstellung mit mehr als 50 Teilnehmern möglich ist.
Ein besonderes Dankeschön gilt den Verantwortlichen der Schornsteinfegerinnung für den Bereich des Regierungsbezirks Tübingen für die Ausrichtung und der damit verbundenen Arbeit.
 

Die Welt des Handwerks in Karlsruhe

Um kommenden Schulabgängern, Jugendlichen, Eltern und Lehrern einen Überblick über die Vielfalt handwerklicher Berufe zu geben, präsentierte die Kreishandwerkerschaft für die region Karlsruhe am Samstag "Handwerkswelten 2011" auf dem Marktplatz. Unter 20 Innungen sowie der Arbeitskreis Unternehmerfrauen im Handwerk informierte auch die Schornsteinfegerinnung Karlsruhe über die zahlreichen Ausbildungs- u. Karrierechancen im Handwerk.

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